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„ÖDP im Gespräch“ fand in Distelhausen statt
Bessere Aufklärung über Organspende nötig
Main-Tauber-Kreis. Im Mittelpunkt von „ÖDP im Gespräch“ im Brauhaus in Distelhausen stand das derzeit hochaktuelle Thema „Organspende“. Der Kreisverband der ÖDP (Ökologisch-Demokratische Partei/Familie und Umwelt) Main-Tauber hatte zum Meinungsaustausch über dieses Thema eingeladen. Nach der Begrüßung durch den Kreisvorsitzenden Klaus Göggelmann übernahm Brigitta Meuser aus Tauberbischofsheim die Moderation des Abends. In lebhaftem Austausch beleuchteten die Teilnehmer die diversen Aspekte.
Im Frühjahr 2012 soll in Deutschland das Transplantationsgesetz geändert werden, mit dem Ziel, die Zahl der Organspender zu erhöhen. Vorgesehen ist, die gesetzlich Kranken-versicherten mindestens einmal in ihrem Leben nach ihrer Spendebereitschaft zu befragen. Dabei geht es vorrangig um „postmortale“ Organspenden nach diagnostiziertem Hirntod und nicht um „Lebendspenden“ (z. B. einer Niere). Doch werden potentielle Organspender und ihre Angehörigen sowie Empfänger von Spenderorganen objektiv und ausreichend über die damit zusammenhängenden Fragen und Problemstellungen informiert? Zumal, da waren sich die Anwesenden einig, die sehr interessanten Informationssendungen und Diskussionsrunden der letzten Zeit zum Thema „Organspende“ im Fernsehen leider nicht zur besten Sendezeit ausgestrahlt wurden.
Umstritten ist in wissenschaftlichen Kreisen der Begriff „Hirntod“: Ist ein „Hirntoter“ tatsächlich als Verstorbener oder nicht vielmehr als Sterbender zu betrachten? Bedeutet eine Organentnahme dann nicht einen „erheblichen Eingriff in den Sterbeprozess“? Immerhin handelt es sich bei dem Begriff „Hirntod“ um eine rein medizinische Definition, so wie vor wenigen Jahren das Herz-Kreislaufversagen. Die fortschreitende Entwicklung auf medizinischem Gebiet hat hier Grenzen verschoben und die Menschen vor neue Fragen gestellt.
Meuser zitierte hierzu aus einem offenen Brief der ehemaligen Chirurgin Dr. Regina Breul an Bundeskanzlerin Merkel. Die Feststellung des Hirntods und eine anschließende Organentnahme erfolgten demnach am noch Lebenden, worüber sich Spender und Angehörige im Klaren sein müssten. Über die erforderlichen, teilweise belastenden Testverfahren, die medizinische Vorbereitung des Spenders auf die Organentnahme sowie den Ablauf einer Explantation müsse der potentielle Spender zu Lebzeiten korrekt aufgeklärt werden. Es sei eine existentielle Frage, ob ein Mensch im Hirnversagen in Ruhe und begleitet sterben dürfe oder ob sein Tod abrupt durch die Organentnahme auf dem OP-Tisch herbeigeführt werde. Sein mutmaßlicher Wille, geäußert von Angehörigen oder Betreuern, könne als Erlaubnis zu einem so weitreichenden Eingriff nicht ausreichen. Hinzu käme, dass Angehörige in einer schwierigen Situation oft sehr schnell entscheiden müssten.
Die Gesprächsrunde befürwortete daher die ausdrückliche Willenserklärung jedes Einzelnen für oder gegen eine Organspende nach umfassender objektiver Aufklärung. Die Entscheidung müsse jederzeit revidierbar sein und dürfe nicht in der neuen elektronischen Gesundheitskarte der Krankenkassen gespeichert werden, um einem Missbrauch dieser Daten vorzubeugen.
In diesem Zusammenhang fiel auf, dass Anwesende, die ihren Organspendeausweis dabei hatten, noch gar nicht bemerkt hatten, dass die Willenserklärung sehr unterschiedlich und differenziert abgegeben werden kann.
Weiter beschäftigte die Teilnehmer die Frage, welche Kriterien bei der Organverteilung eine Rolle spielten und welche Personen und Institutionen (Ärzte, Krankenhäuser, Krankenkassen, Pharmaindustrie...) ein finanzielles Interesse an Organtransplantationen haben könnten. Ebenso stand die Frage im Raum, wie gut die Lebensqualität des Organempfängers sei, der doch lebenslang Immunreaktionen seines Körpers gegen das fremde Organ medikamentös unterdrücken müsse und damit in eine neue Abhängigkeit gerate. Die Anwesenden kritisierten zum Teil, dass viele Menschen sich nur wenig oder schlecht informiert fühlen und wünschten sich eine umfassendere Aufklärung für die Bevölkerung. Letztlich war man sich einig, dass jeder dieses Thema für sich durchdenken muss, vor allem auch, um den Angehörigen die Entscheidung abzunehmen.
Ute Göggelmann
Neuwahlen bei der ÖDP Main-Tauber
Main-Tauber-Kreis. Klaus Göggelmann bleibt Vorsitzender der Ökologisch-Demokratischen Partei/Familie und Umwelt (ÖDP) im Main-Tauber-Kreis. Der Lehrer aus Lauda wurde bei der Kreishauptversammlung in Lauda einstimmig wieder gewählt. Ihn unterstützen im Kreisvorstand Herbert Alexander Gebhardt aus Wertheim (Stellvertreter), Lothar Tschürtz aus Wertheim (Schatzmeister), Brigitta Meuser aus Tauberbischofsheim (Schriftführerin) sowie als Beisitzer Martin Schirmer aus Tauberbischofsheim und Friederike Dünkel aus Schwabhausen .
Vor den turnusmäßig anstehenden Neuwahlen hielten die Parteimitglieder Rückschau auf Landtagswahl im März dieses Jahres. Landesweit konnte die Stimmenzahl für die ÖDP nahezu verdoppelt werden, im Main-Tauber-Kreis kam die Partei auf 1,5 Prozent. Kreisvorsitzender Klaus Göggelmann dankte dem Direktkandidaten Martin Schirmer aus Tauberbischofsheim und der Ersatzbewerberin Monika Diez aus Wertheim für ihr großes Engagement. In seinem Rechenschaftsbericht ließ Göggelmann nochmals die wichtigsten Veranstaltungen der letzten beiden Jahre Revue passieren, vor allem die hochkarätige und sehr gut besuchte Bildungsveranstaltung mit Prof. Dr. Christian Pfeiffer in Lauda, den Besuch des Biohofes Joas in Dörlesberg und die Veranstaltung mit dem ÖDP-Bundesvorsitzenden Sebastian Frankenberger zum Thema „Mutbürger“ ebenfalls in Lauda.
Nach vier Jahren im Amt des Kreisschatzmeisters kandidierte Wolfgang Metzler aus Unterbalbach nicht mehr. Die Anwesenden bestätigten ihm eine einwandfreie Kassenführung und dankten ihm für seine zuverlässige Arbeit. Seine Nachfolge tritt Lothar Tschürtz aus Wertheim an.
Außer dem Kreisvorstand wurden auch die Delegierten zu Landes- und Bundesparteitagen neu gewählt. Aus dem Landesvorstand berichteten anschließend Herbert Alexander Gebhardt (Landesschatzmeister) und Ute Göggelmann (Landesschriftführerin). Der Landesverband der ÖDP habe sich dem „Landesbündnis Ja zum Ausstieg“ angeschlossen, denn die Partei befürworte mehrheitlich die Modernisierung des bestehenden Kopfbahnhofs in Stuttgart und somit das Ausstiegsgesetz aus der Finanzierung von Stuttgart 21, über das beim Volksentscheid im November abgestimmt werde.
Ute Göggelmann
Wer sich auf einen theoretischen Vortrag zum Thema „Demokratie” eingestellt hatte, wurde angenehm enttäuscht: Auf sehr unkonventionelle Art gelang es Sebastian Frankenberger bei der Veranstaltung „Demokratie braucht Mutbürger” im Gasthof „Goldener Stern” in Lauda, den Zuhörern demokratische Prozesse - oder eben deren Fehlen - greifbar zu machen. Der 29jährige Passauer, Bundesvorsitzender der ÖDP (Ökologisch-Demokratische Partei), hielt mit seinen originellen Rollenspielen die Zuhörer in Atem, war doch keiner sicher, ob er zum Beispiel demnächst die Rolle eines Landwirts, EU-Abgeordneten oder gar EU-Kommissars zu improvisieren hatte.
Zunächst schlug Frankenberger jedoch ernste Töne an. „Mutbürger, das sind für mich zurzeit vor allem die Menschen in Japan, die versuchen, in den Atomkraftwerken das Schlimmste zu verhindern.” Mutbürger seien aber auch die Menschen, die sich für eine Stärkung demokratischer Strukturen einsetzten. Laut einer Forsa-Umfrage glauben nur noch 5 Prozent der Deutschen, das Volk könne durch Wahlen etwas verändern. 80 Prozent der deutschen Gesetze würden ohnehin in der EU gefällt, eingebracht durch die Kommission, das gewählte Parlament sei lediglich abstimmungsberechtigt. Hier gebe es einen absoluten Mangel an Demokratie und es sei somit kein Wunder, dass die Menschen sich enttäuscht von der Politik abwenden, da die Entscheidungen auf immer höheren Ebenen über ihre Köpfe hinweg getroffen würden. Frankenberger machte sich daher stark für mehr Bürgerbeteiligung, sowohl in Deutschland als auch europaweit, zum Beispiel durch Volksabstimmungen. Die Bürger sollten, nach dem Vorbild der Schweiz, bei wichtigen Entscheidungen von Anfang an beteiligt werden und Alternativen diskutieren können. Ausgenommen von Volksabstimmungen seien allerdings die im Grundgesetz festgelegten Grundrechte. Das Grundgesetz selbst sehe Abstimmungen als Ergänzung zu den Wahlen vor. „Wir haben keine Politikverdrossenheit, wir haben eine Politikerverdrossenheit”, so Frankenberger.
„Was brauchts , um Mutbürger zu sein?”, fragte Frankenberger die Zuhörer. Außer natürlich Mut vor allem Zeit im Bildungsbereich, um eine gefestigte Identität zu entwickeln und Scheuklappendenken abzulegen. Frankenberger sprach sich für die Beibehaltung des dreigliedrigen Schulsystems und eine Wahlfreiheit zwischen G8 und G9 aus, möglichst mit einer zweiten Lehrkraft in jeder Schulklasse.
Der ÖDP-Kreisverband Main-Tauber hatte zu einer Besichtigung des Ökohofs in der Ernsthof-Siedlung bei Wertheim-Dörlesberg eingeladen. Dort betreibt das Ehepaar Joas gemeinsam mit sechs Kindern als Familienbetrieb seit 1998 einen Bauernhof nach den Richtlinien von Bioland.
Als Organisator des Nachmittags und gleichzeitig ÖDP-Landtagskandidat für den Main-Tauber-Kreis konnte Martin Schirmer aus Tauberbischofsheim etwa zwei Dutzend Parteifreunde sowie interessierte Gäste auf diesem Demonstrationsbetrieb des ökologischen Landbaus begrüßen. Auch Herbert Alexander Gebhardt aus Wertheim sprach in seiner Eigenschaft als Mitglied des Landesvorstands der ÖDP seinen Dank für die Einladung auf diesen vorbildlich geführten Hof aus.
Bei strahlendem Sonnenschein erläuterte Friedrich Joas die Philosophie des ökologischen Landbaus. Imponierend seine Hochachtung vor den ureigenen Kräften der Natur, die er bei ihrer Entfaltung gelassen unterstützt, aber niemals manipuliert. Das Prinzip der Einordnung des Menschen in die Ordnungen der Schöpfung bedeutet logischerweise die Ablehnung sowohl von synthetischer Düngung als auch von gentechnischen Experimenten. Selbst beim Gang durch den Kuhstall und die Melkanlage wurde etwas von dieser Grundhaltung erkennbar. Im Mittelpunkt des Interesses steht da nämlich nicht die jährlich erbrachte Milchmenge pro Kuh, sondern die Lebensleistung eines Tieres unter möglichst artgerechten Aufzuchtbedingungen. Ein neu geborenes Kälbchen gab diesbezüglich Anlass zu vielen Nachfragen aus dem Kreis der sehr interessierten Besucher.
Bei der Gesamtwürdigung seiner Betriebsergebnisse zog Friedrich Joas den eher bescheidenen, aber deshalb umso glaubwürdigeren Schluss: „Selbst wenn meine Produkte
nicht besser sein sollten als die der konventionellen Bauernhöfe, besser erzeugt sind sie auf alle Fälle”.
Mit seiner Biogasanlage samt angeschlossenem Blockheizkraftwerk, Photovoltaik auf dem Dach gibt der Ökohof Joas ein Beispiel für regionale Stromproduktion. Gerade angesichts der in Japan erneut gemachten Erfahrung, dass Atomkraftwerke letztlich nicht beherrschbar sind, ein zukunftsweisendes Gegenmodell der Energiegewinnung.
Am Ende der Hofbegehung dankte Martin Schirmer dem Gastgeber mit einem Präsent aus dem Tauberbischofsheimer Weltladen für die engagierte Führung und sprach ihm seine Anerkennung aus für die spürbare Identifikation mit seinem Ökohof sowie für seinen Mut zum eingeschlagenen Sonderweg.
In der abschließenden Kaffeerunde wurde auch noch das aktuelle Thema E 10 angeschnitten. Natürlich nicht unter der Fragestellung der Motorverträglichkeit sondern der ethischen Bewertung. Man kam überein, dass die Verarbeitung hochwertiger Nahrungsmittel zu Ethanol nicht vertretbar sein kann. Solange die Kraftstoffbeimischung jedoch lediglich aus minderwertigen Rohstoffen und Abfällen gewonnen wird, ist E 10 eine empfehlenswerte Benzinvariante.
Main-Tauber-Kreis. Im Mittelpunkt der Kreishauptversammlung der ÖDP (Ökologisch-Demokratische Partei) in Tauberbischofsheim stand die Planung verschiedener interessanter Veranstaltungen.
Letzte Vorbereitungen wurden für den Vortragsabend in Lauda mit Prof. Dr. Christian Pfeiffer über die „Auswirkungen extensiven Medienkonsums bei Kindern und Jugendlichen” getroffen. „Über die Medien und ihre Wirkungen aufzuklären, ist eines unserer erklärten Ziele”, so Kreisvorsitzender Klaus Göggelmann aus Lauda.
Am Samstag, 12. März, stehe dann die Besichtigung des Biohofs Joas in Wertheim-Dörlesberg auf dem Programm. Hier gehe es darum, mehr über die Existenzsicherung der bäuerlichen Familienbetriebe, artgerechte Tierhaltung und die Erzeugung gesunder Lebensmittel zu erfahren.
Der neue Bundesvorsitzende der ÖDP, Sebastian Frankenberger, wird dem Main-Tauber-Kreis am 15. März einen Besuch abstatten und kommt um 19.30 Uhr zu einer Veranstaltung in den Gasthof „Goldener Stern” in Lauda. Der 29jährige ist vor allem als Initiator des Volksbegehrens „für echten Nichtraucherschutz” in Bayern bekannt geworden. Mehr Bürgerbeteiligung bei politischen Entscheidungen ist ein wichtiges Anliegen Frankenbergers.
(Zukunftsinvestition Jugend an die Spitze stellen
Christian Pfeiffer kommt nach Lauda)
Seine Forschungsergebnisse zur Medienwirkung auf Kinder und Jugendliche stoßen bundesweit auf parteiübergreifendes Interesse: Nun hat die Ökologisch-Demokratische Partei (ÖDP) des Main-Tauber-Kreises den Kriminologen Prof. Dr. Christian Pfeiffer nach Lauda eingeladen.
Als Vater wurde er im Freundeskreis auf die Sorgen anderer Eltern aufmerksam, deren Kinder durch Computerspiele und Fernsehen immer mehr ins schulische Abseits gerieten. Das betraf und betrifft nicht nur Jugendliche, sondern bereits Kinder im Grundschulalter.
Als Prof. Dr. Christian Pfeiffer dann vor etwa zehn Jahren mit Forschungen zu Jugendgewalt und Kinderkriminalität begann, war das die Gelegenheit, die Fragen zu stellen, die sich ihm bereits in seinem Privatleben aufgedrängt hatten: Es war die Chance, die Gewaltthematik mit einem anderen akuten Problem in Verbindung zu bringen: mit der Leistungskrise der Jungen. Es war der Zeitpunkt, das Thema Killerspiele auf das Thema Medienkonsum zu erweitern: Pfeiffer initiierte ein Forschungsprogramm, das das Medienverhalten von weit über 20000 Kindern und Jugendlichen aus ganz Deutschland statistisch erfasste und mit Daten zu Schulleistungen verknüpfte. Die gewonnenen Erkenntnisse ermöglichen in Zusammenarbeit mit Pädagogik, Hirnforschung, Medienpsychologie und anderen relevanten Humanwissenschaften eine neue Interpretation der PISA-Ergebnisse.
Das Problem ist gesellschaftlich akut. Das wird nicht erst in statistischen Extremwerten deutlich (z. B. weist in Sachsen-Anhalt inzwischen jeder 11. männliche Jugendliche ein suchtartiges Computerspiel-Verhalten auf), sondern generell sind die Leistungen der bundesdeutschen männlichen Jugendlichen hinter die der Mädchen signifikant zurückgefallen. „Ich bin enttäuscht, wie schwach sich die Politik in diesem Bereich engagiert”, sagt Christian Pfeiffer auf die Frage, wie er denn die Wahrnehmung des Problems durch die maßgeblichen Instanzen einschätze.
Trotzdem sieht Christian Pfeiffer, der seit 2003 das Kriminologische Forschungsinstitut Niedersachsen (KFN) leitet, Potenziale zur Bewältigung des Problems. Das wissenschaftliche Team des KFN bewältigt eine Öffentlichkeits- und Aufklärungsarbeit mit jährlich mehreren hundert Radio- und Fernsehinterviews sowie Pressegesprächen und einer ausgedehnten Vortragstätigkeit im In- und Ausland. Was wollen Christian Pfeiffer und seine Mitarbeiter erreichen?
Es geht ihnen nicht um ein Verbot der digitalen Medien, die aus dem gesellschaftlichen Alltag nicht mehr wegzudenken sind. Sie haben die Kommunikation revolutioniert. Es geht um einen konstruktiven Umgang mit diesen Medien, einen Umgang, der Schulleistungen nicht gefährdet, sondern fördert.
Was aber entscheidet darüber, ob letztlich Chancen oder Gefahren überwiegen? Nicht unwesentlich entscheidet hier der Einfluss verantwortlicher Erwachsener: Eltern, Lehrerinnen und Lehrer aller Schularten und Schulstufen, Erzieher und Erzieherinnen, die eine der wichtigsten Adressatengruppen des KFN darstellen. Und nicht zuletzt sieht Christian Pfeiffer, der in den letzten Jahren mit seinen Veranstaltungen über 40000 Kinder und Jugendliche direkt erreicht hat, in den Jugendlichen selbst erfreuliche Potenziale zur Bewältigung des Problems: Er erlebe überall, wo er und seine Mitarbeiter die wissenschaftlichen Erkenntnisse zur Medienwirkung mit Jugendlichen diskutieren, „eine große Bereitschaft, sich engagiert auf diese Themen einzulassen
Wenn man den Jugendlichen ehrlich und offen gegenübertritt, die Dinge anspricht und dafür Fakten benennen kann, bestehen gute Chancen.” Von der Politik aber wünscht sich Pfeiffer „mehr Problembewusstsein” und vor allem „eine klare Entscheidung, Zukunftsinvestition Jugend an die Spitze zu stellen.”
Prof. Dr. Christian Pfeiffer hält seinen Vortrag mit dem Titel „Auswirkungen extensiven Medienkonsums was ist zu tun?” am Freitag, den 11. Februar, um 19.30 Uhr, in Lauda in der Aula des Martin-Schleyer-Gymnasiums. Vor allem Eltern und alle im Erziehungs- und Bildungsbereich tätigen Erwachsenen sowie alle interessierten Jugendlichen sind herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei.
Verfasserin: Christine Stankus, Tauberbischofsheim
Der bekannte Kriminologe und Jugendforscher Prof. Dr. Christian Pfeiffer aus Hannover wird am Freitag, 11. Februar, in Lauda zu Gast sein. In der Aula des Martin-Schleyer-Gymnasiums hält er einen Vortrag mit dem Titel „Auswirkungen extensiven Medienkonsums auf Kinder und Jugendliche - was ist zu tun?” Beginn ist um 19.30 Uhr. Alle Interessierten, besonders aber Eltern und alle im Erziehungs- und Bildungsbereich Tätigen sowie interessierte Jugendliche sind willkommen. Veranstalter des Vortragsabends ist die Ökologisch-Demokratische Partei (ödp) im Main-Tauber-Kreis.