03.04.2018

Pressebericht über die Kreishauptversammlung der Ökologisch-Demokratischen Partei/Familie und Umwelt (ÖDP) am 26. März 2018 in Dittigheim

Main-Tauber-Kreis. Keine Veränderungen brachte die turnusmäßige Neuwahl des Kreisvorstands der ÖDP, Kreisverband Main-Tauber, in Dittigheim. Klaus Göggelmann aus Lauda wurde als Kreisvorsitzender wiedergewählt. Monika Diez (Wertheim) bleibt seine Stellvertreterin, Herbert Alexander Gebhardt, ebenfalls aus Wertheim, Kreisschatzmeister und Brigitta Meuser (Tauberbischofsheim) Schriftführerin. Den Kreisvorstand komplettieren Lothar Tschürtz aus Wertheim und Martin Schirmer aus Tauberbischofsheim als Beisitzer.

Vor der Vorstandswahl hatte Kreisvorsitzender Klaus Göggelmann Rückschau gehalten auf zwei Jahre Tätigkeit der ÖDP im Kreisverband, die durch etliche Vortragsveranstaltungen und Aktivitäten zur Landtags- und Bundestagswahl geprägt waren. Nach dem Rechenschaftsbericht des Kreisschatzmeisters und der Feststellung der einwandfreien Kassenführung durch die Kassenprüfer war dem Vorstand einstimmig die Entlastung erteilt worden.

Im thematischen Teil des Abends ging es zunächst um den vom Verein „Mehr Demokratie e. V.“ initiierten Volksantrag zur Einführung von Bürgerbegehren, Bürgerentscheiden und Einwohneranträgen auf Ebene der Landkreise. „Neben Hessen ist Baden-Württemberg das letzte Bundesland, das in den Landkreisen keine direkte Demokratie ermöglicht“, so Ute Göggelmann aus Lauda, Mitglied des ÖDP-Landesvorstands, der diesen Volksantrag mit unterstützt. Dabei würden im Landkreis wichtige Entscheidungen getroffen. Die Mitglieder des ÖDP-Kreisverbands beschlossen einstimmig, diesen Volksantrag ebenfalls zu unterstützen und zum Beispiel bei der Sammlung der erforderlichen Unterstützungsunterschriften mitzuhelfen.

Einen breiten Raum nahm die Diskussion um die Schließung des Schlachthofs in Tauberbischofsheim ein. Einig waren sich alle, dass neben dem Tierschutz und den erforderlichen Kontrollen auch die Arbeitsbedingungen der Mitarbeiter in den Schlachthöfen verbessert werden müssen. „Der Fehler liegt im System“, merkte ein Teilnehmer an. Solange viele Verbraucher große Mengen Fleisch und auch Milchprodukte zu möglichst billigen Preisen nachfragten, werde sich kaum etwas ändern. Wichtig sei eine Veränderung des Bewusstseins. Nicht jeder müsse vegetarisch oder vegan leben, aber „jeder sollte die Möglichkeit haben, gutes Fleisch aus artgerechter Tierhaltung zu gerechten Preisen zur kaufen“. Dazu müsse aber auch ein Lohn gezahlt werden, mit dem das möglich sei, so Göggelmann. Das alte ÖDP-Motto „Weniger ist mehr“ gelte auch für den Fleischkonsum.

Abschließend nahmen die Teilnehmer noch die Veranstaltungsreihe „ÖDP im Gespräch“ in den Blick. An wechselnden Orten im Main-Tauber-Kreis soll allen Interessierten weiterhin die Gelegenheit geboten werden, über aktuelle politische und gesellschaftliche Themen in offener Runde ins Gespräch zu kommen. Die nächste Veranstaltung dieser Art soll noch vor den Sommerferien stattfinden.

Ute Göggelmann